Der Krieg in der Ukraine hat die ganze Welt erschüttert. Viele wollen den notleidenden Menschen aus der Ukraine helfen, so dass sie zumindest mit dem Notwendigsten ausgestattet sind. Auch Brieftaubenzüchter haben sich an zahlreichen Aktionen beteiligt, um Geld und Sachspenden für die Kriegsopfer zu sammeln.

 

„Die Brieftaube“ berichtete in der Vergangenheit bereits darüber. Einer von Ihnen ist Winfried Helmerichs aus der RV Leer und Umgebung. Auch ihn ließ der Gedanke, den Ukrainern helfen zu wollen, nicht mehr los. Als das Verbandspräsidium und der Prof. Dr- Kohaus-Förderverein dazu aufriefen, bundesweit den Preisflug vom 7./8. Mai unter dem Motto „Brieftauben im Zeichen des Friedens“ zum Benefizflug zu machen, handelte der Vorsitzende der Fluggemeinschaft Ostfriesland sofort und rief alle Züchterinnen und Züchter seiner Region zum Mitmachen auf. „Ostfriesische Brieftauben fliegen für den Frieden“ nannte er die Aktion, fuhr in die Einsatzstellen, um hier selbstgemachte Flyer zu verteilen, und warb für diesen guten Zweck unermüdlich in der ganzen Fluggemeinschaft. Im Flyer heißt es unter anderem: „Damit möglichst viele Tauben daran teilnehmen, sprecht Familienmitglieder, Freunde, Bekannte, Arbeitskollegen, befreundete Taubenzüchter, einfach jeden an, damit sie Euch mit der Aktivierung einer oder mehrerer Tauben unterstützen. Jede 5 Euro-Spende (Aktivierung) wird dann namentlich, zusammen mit einer Taubennummer, in den Listen erfasst. … Dieses Mal ist nicht das Gewinnen wichtig! Wir wollen helfen, lasst uns gemeinsam für dieses Ziel einstehen.“

 

Ganz besonders „die Resonanz des Handy-Videos hat mich überrascht“, sagt Winfried Helmerichs zurückblickend, und meint damit ein etwa dreiminütiges Handy-Video, in dem er für den Friedensflug wirbt. „Das Video wurde häufig mit Freunden über WhatsApp geteilt, und so hat es sich innerhalb kürzester Zeit unter den Sportfreunden verteilt. Sogar aus Süddeutschland riefen mich Züchter an, weil sie sich gerne an der Aktion beteiligen wollten!“ Die ganze „Fluggemeinschaft Ostfriesland“ engagierte sich schließlich für den Friedensflug und dessen Organisation. Sogar Brieftauben-Laien hörten von der Aktion und machten mit, indem sie Tauben „aktivierten“!

Ein Handy-Video von Winfried Helmerichs wurde zahlreich und innerhalb kürzester Zeit über WhatsApp verteilt – ein unerwarteter Erfolg.

 

Der Modus für den Friedensflug wurde ganz einfach gehalten: Jede Taube kann für eine Spende von 5 Euro „aktiviert“ werden. Als kleinen Anreiz für diese Spendenaktion gewinnen die Tauben mit dem 250. Konkurs und dem 500. Konkurs jeweils 250,- Euro. Das Ergebnis: Von den insgesamt 6.003 Tauben, die zu diesem Flug der Regionalverbandsgruppe eingesetzt waren, wurden mehr als 2.700 Tauben für den Friedensflug aktiviert. Ein wirklich herausragendes Ergebnis, das den guten Zusammenhalt und die große Spendenbereitschaft der ostfriesischen Züchter widerspiegelt. Abzüglich der beiden Gewinne konnten somit stolze 13.175,- Euro für den guten Zweck eingenommen werden!

 

Daneben gab es auch noch einen weiteren positiven Effekt. Die Hilfsaktion hatte sich inzwischen nicht nur unter Taubenfreunden herumgesprochen. Auch die Presse war mittlerweile auf das Thema aufmerksam geworden. So stand zum Beispiel die dpa Deutsche Presse-Agentur am Auflassplatz in Alpen und berichtete über die Spendenbereitschaft der Brieftaubenzüchter.

 

Kapuziner helfen in der Ukraine

Der Spendenerlös wurde über den Prof. Dr. Kohaus-Förderverein direkt in die Deutsche Kapuzinerprovinz überwiesen, die sich in der Ukraine selbstlos für die notleidenden Menschen einsetzt. Zwei Brüder des Kapuziner-Ordens, Bruder Jeremias, 53 Jahre, und Bruder Moritz, 26 Jahre, hatten sich nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine entschlossen, den Menschen dort beizustehen. Einerseits wollen sie den Frieden dorthin zurückbringen, wo er geraubt wurde. Andererseits liefern sie konkrete Hilfe: Wundversorgungsmaterial, Rollstühle, Krücken, medizinische Geräte und Nahrungsmittel – mit anderen Worten: materielle Unterstützung von jenen Menschen, deren Gebet, Anliegen und Ohnmacht die beiden Kapuziner Ausdruck verleihen wollen für jene, die auf diese Hilfe angewiesen sind.

 

Zu Beginn teilten sie täglich am Bahnhof in Lviv Suppe aus, schmierten Brote und hörten die Geschichten und Anliegen der Menschen an. Sie versuchten, das Leid der Menschen mit einfachen Gesten, mit offenen Ohren und Armen, aufzufangen. Mittlerweile konnten sie dabei helfen, dass bereits zwölf 40-Tonner mit Hilfsgütern in der Ukraine ankamen und verteilt werden konnten: Lebensmittel für Waisenhäuser und Flüchtlingsunterkünfte, medizinische Güter für Krankenhäuser sowie Trinkwasser für die südlichen und östlichen Gebiete der Ukraine, die unter Beschuss stehen. Die beiden Brüder des Kapuziner-Ordens wollen ihre Hilfe aufrechterhalten und fortsetzen. Auf den Internetseiten der Kapuziner (www.kapuziner.de/ukraine-ticker/) gibt es regelmäßig Neuigkeiten zur Ukraine-Hilfe.

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